TASSO-Newsletter
24. September 2011!
Gesetzliches Verbot von Stachelhalsbändern:
Aktion "Tausche Stachelhalsband gegen Training"
Tiermedizinische Untersuchungen zeigen, dass die Anwendung von Stachelhalsbändern für die betroffenen Hunde mit zum Teil erheblichen Schmerzen, Leiden und Schäden verbunden ist. So kann der Einsatz dieser Halsbänder u. a. zum Durchstechen der Haut oder der Luftröhre, Quetschungen von Kehlkopf, Schilddrüse und Halsarterien sowie zur Traumatisierung der Hals- und Rückenwirbelsäule führen. Darüber hinaus sind auch psychische Leiden, wie zum Beispiel schmerzinduziertes Angst oder Aggressionsverhalten belegt. Stachelhalsbänder sind somit zu Recht als tierschutz- und verhaltenswidrige Erziehungshilfe zu bezeichnen.
Über 300 Hundeschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen dies genauso und haben sich inzwischen an der Aktion "Tausche Stachelhalsband gegen Training" beteiligt, bei der Hundehalter ihr Stachelhalsband gegen eine Einzelstunde mit einem Hundetrainer tauschen können. Hierbei wird den Hundebesitzern die Möglichkeit geboten, sich ausführlich über Erziehungsmethoden zu informieren, die nicht auf Zwangseinwirkung oder der Zufügung von Schmerzen beruhen.
Aufgrund der großen Resonanz von "Tausche Stachelhalsband gegen Training" wurde nun im Rahmen dieser Aktion eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet, die ein gesetzliches Verbot von Stachelhalsungen zum Ziel hat. Tierfreunde, die die Petition unterzeichnen möchten, finden die Unterschriftenliste als Download unter www.tausche-stachelhalsband-gegen-training.de/petition.php
TASSO und zahlreiche andere Verbände unterstützen bereits die Aktion "Tausche Stachelhalsband gegen Training" und die Petition. "Moderne Hundeerziehung sollte in jedem Fall angst- und gewaltfrei erfolgen und auf positiver Konditionierung basieren", so Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher bei TASSO. "Der Einsatz von Starkzwangmitteln, wie Stachelhalsbändern, muss endlich der Vergangenheit angehören."
Ab 3. Juli
gilt die Chippflicht!
Ab dann besser nicht mehr ohne verreisen.
Laut EU-Verordnung müssen ab dem 3. Juli 2011 Hunde, Katzen und Frettchen bei Urlaubsreisen in die Länder der EU gechippt sein. Nach diesem Stichtag endet die Übergangsregelung, die neben dem Chip für acht Jahre auch die Tätowierung als Kennzeichnungsmethode zugelassen hat. Die Regelung ist komplex, und nicht jeder für die Durchführung Verantwortliche wird die Feinheiten kennen. TASSO empfiehlt daher die vorsorgliche Chippung und Registrierung der Vierbeiner, wenn man Ärger an der Grenze oder im Urlaubsland aus dem Weg gehen möchte.
Für alle Tiere, die vor dem Stichtag bereits tätowiert waren, sieht die Verordnung zwar keine nachträgliche Chippflicht vor. Allerdings wird im EU-Heimtierausweis das Datum der Tätowierung nicht immer vermerkt. So wird es in dieser Situation für den Tierhalter schwierig, nachzuweisen, dass das Tier bereits vor dem 3. Juli 2011 tätowiert worden ist. Im schlimmsten Fall droht dann an der Grenze die Einreiseverweigerung.
TASSO-Newsletter vom 15. April
Auf und
davon: Was sind die beliebtesten Reiseziele
der Deutschen mit den Vierbeinern?
Die kommenden Feiertage über Ostern laden geradezu zu einem Kurzurlaub – oder natürlich auch langem Urlaub – ein. Wohin verreist ein Tierfreund am liebsten mit dem Tier? Gibt es Geheimtipps? Gibt es Erfahrungen, wie die Tiere die Fahrt besser durchhalten? Wie tierfreundlich sind die jeweiligen Urlaubs-Länder? Wie kommen die Vierbeiner schneller mit der Hitze klar? Darf man alles füttern? Wird der Tierarzt vorab um Rat gefragt?
TASSO interessiert sich für Ihren Urlaub mit dem Tier. Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen, die wir gerne für alle Tierfreunde auf unserer Internetseite veröffentlichen werden. Außerdem freuen wir uns über ein Bild unter dem Motto "So relaxt mein Vierbeiner im Urlaub". Eine Auswahl dieser Bilder werden wir in unserer Bildergalerie auf http://www.tasso.net/Tierschutz/Umfrage veröffentlichen.
Übergangsfrist für Tätowierung läuft aus -
Ab 3. Juli 2011 besser mit Chip über die Grenze
Wer ab dem 3. Juli 2011 mit seinem Hund, seiner Katze oder seinem Frettchen ein EU-Land besuchen will, muss nicht nur für vorgeschriebene Impfungen gesorgt haben und den EU-Heimtierausweis mit sich führen; das Tier sollte dann auch gechipt sein.
2003 hatte das Europäische Parlament mit der Verordnung 998/2003 die eindeutige Kennzeichnung von Haustieren beim Grenzübertritt verlangt. Die bisher gültige, achtjährige Übergangsfrist für die Tätowierung als Alternative zum Chip bei Reisen in die Länder der EU läuft am 3. Juli 2011 ab. Ab diesem Zeitpunkt muss jedes nach diesem Zeitpunkt geborene Tier beim Grenzübertritt gechippt sein. Für Tiere, die bereits tätowiert sind, gilt keine nachträgliche Chippflicht.
TASSO e.V. empfiehlt allerdings dringend, sich nicht auf die neuen Bestimmungen zu verlassen, sondern das Tier zu chippen. Den wenigsten Beamten dürften die Feinheiten der Bestimmung geläufig sein.
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''8hours''
– Kampagne zur Beendigung langer Tiertransporte
Bitte mitmachen!
Jedes Jahr werden Millionen Tiere quer durch Europa transportiert. Schweine sterben an Hitze und Kälte, Pferde brechen völlig erschöpft zusammen, Schafe verdursten. Das größte Problem ist die Dauer der Transporte. Die derzeitige Gesetzgebung erlaubt Transporte von mehreren Tagen über mehrere tausend Kilometer. Tiere werden aus den unterschiedlichsten Gründen über die ganze Welt transportiert. So müssen Kälber von Deutschland nach Spanien 25 Stunden durchhalten, Schafe auf dem Weg von Spanien nach Griechenland 3 Tage, Pferde von Weißrussland nach Sardinien 5 Tage, und der Bullentransport von Deutschland in den Libanon dauert sogar bis zu 8 Tagen. (Quelle: Animals' Angels).
Viele Tierschutzvereine fordern schon seit Jahren eine zeitliche Begrenzung von Tiertransporten und eine bessere Versorgung der Tiere auf dem Transport. Animals' Angels hat jetzt die Kampagne „8hours“ ins Leben gerufen, um die maximale Transportdauer von 8 Stunden zu stärken.
Machen Sie mit: Fordern Sie eine maximale Dauer von Tiertransporten von 8 Stunden! Auf www.8hours.eu können Sie die Petition ''8hours'' unterstützen und erfahren mehr zum Thema.
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Vorsicht
vor Welpenhändlern:
Kamerun-Masche nach wie vor aktuell
Immer wieder lassen sich unseriöse Welpenhändler neue Tricks einfallen, um mit dem Leid von Hundewelpen und der Unwissenheit von Käufern Geld zu verdienen. Aktuell werden auf diversen Tierportalen Tiere angeboten, die es gar nicht gibt. Das erinnert an die "Kamerun-Masche", bei der Menschen, die einen Hund oder eine Katze suchen, sich auf eine Anzeige im Internet melden und dann sukzessive immer wieder Geld für das gewünschte Tier überweisen müssen, da es sich angeblich in Quarantäne befindet, Papiere benötigt oder am Flughafen festsitzt. Das angebotene Tier gibt es in Wirklichkeit überhaupt nicht. Bis man hinter die Masche kommt, hat man unter Umständen schon einige hundert Euro überwiesen.
TASSO rät dazu, bei Anzeigen im Internet besonders skeptisch und aufmerksam zu sein. Natürlich gibt es auch seriös arbeitende Organisationen, die ihre Tiere im Internet anbieten. Ebenso sind nicht alle Privatanzeigen unseriös. Dennoch ist Vorsicht geboten, wenn man die anbietende Organisation nicht kennt. Bei Privatanbietern sollten unbedingt mehrere Besuche vor Ort erfolgen.
Ein sicheres Indiz für Unseriösität ist schlechtes Deutsch in der Anzeige, mehr als 3 Rassen bei einem Anbieter, unsaubere Verhältnisse beim Anbieter vor Ort, Ausreden bei der Frage nach dem Muttertier, kein Kaufvertrag, keine Fragen seitens des Anbieters bezüglich der Lebenssituation des Käufers.
Bitte informieren Sie
sich ausführlich auf unserer Internetseite
www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Wuhltischwelpen zum Thema "Wühltischwelpen
– nein Danke" und lesen Sie auch die vielen Erfahrungsberichte von Betroffenen.
Boykottieren Sie unseriöse Händler und besuchen Sie Ihr Tierheim in der Nähe,
wenn Sie ein Tier suchen.
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TASSO
TV-Tipp: Welpenhandel in Deutschland:
Am 23. September 2010 um 21 Uhr in ZDF.reporter
Herzzerreißende Bilder,
erschreckende Interviews – wer wissen will, wie unseriöse Welpenhändler Mitleid
und Unwissenheit von Tierfreunden skrupellos ausnutzen, sollte am 23. September
um 21 Uhr das ZDF einschalten.
Im Rahmen der investigativen Sendereihe "ZDF.reporter" dokumentieren
die Journalisten das dubiose Treiben des bereits mehrfach verurteilten Hubert
Winkel. Er gilt als einer der größten Welpenhändler Deutschlands.
Vor einigen Tagen hatten
sich bereits Geschädigte der Welpenstube Winkel zum Erfahrungsaustausch
getroffen, was vom ZDF ebenfalls dokumentiert wurde. Hintergrund: Laut
Berichterstattung des ZDF bezieht Winkel seine Welpen unter anderem von Vermehrern
aus den osteuropäischen Staaten.
Dort sollen Hunde unter katastrophalen hygienischen und sozialen Bedingungen
gehalten und Hündinnen als Gebärmaschinen missbraucht werden.
Die Welpen würden schon im Alter von wenigen Wochen für 40 oder 50 Euro verkauft
und bei Hubert Winkel mit Gewinnspannen von mehreren 1000 Prozent angeboten, so
die Recherchen. Wie die Betroffenen berichteten, sind sehr viele der jungen
Hunde nicht oder nur unzureichend geimpft, sie leiden unter zum Teil unheilbaren
Krankheiten und psychischen Störungen.
Für die Besitzer bedeutet das oft horrende Tierarztkosten, für die Hunde
unendliches Leid.
Die drei
Tierschutzorganisationen Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), TASSO
e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) kämpfen seit November
2009 gemeinsam gegen den unseriösen Welpenhandel.
Die ZDF-Dokumentation am 23. September sei ein weiterer wichtiger Schritt zur
Abschaffung dieses Treibens,
so Dieter Ernst, Präsident des ETN.
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Heidi Jostschulte 0441/391255